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Infos für Große

Für welche Zielgruppe ist das Spiel „Mexii und die verlorene Zukunft“ geeignet?

Das Spiel „Mexii und die verlorene Zukunft“ richtet sich an Kinder von fünf bis zwölf Jahren und ihre Eltern. Durch drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade (Vorschüler/innen und Leseanfänger/innen; Grundschüler/innen; Schüler/innen) passt es sich den individuellen Bedürfnissen der jeweiligen Altersklasse an. Kinder können das Spiel also auch ohne pädagogische Betreuung spielen. Da es aber unter anderem den Austausch der Generationen zum Ziel hat, empfiehlt sich das Spiel auch für interessierte Eltern und Großeltern sowie Erzieher/innen oder Lehrer/innen.

Welches Konzept liegt dem Spiel zugrunde?

Das Spiel ist ein sogenanntes Serious Game. Neben der Unterhaltung stehen auch das Entdecken und Lernen im Vordergrund. Im Stile eines klassischen Point-and-Click-Adventures, geht es spielerisch auf Nutzung und Funktionsweisen von Kindermedien verschiedener Epochen ein. Inhaltliche Basis für das Spiel ist die museale Sammlung von über 4000 Kindermedien des Instituts für angewandte Kindermedienforschung (IfaK). Sie kann virtuell unter www.kindermedienwelten.de besichtigt werden.

Die Spieler können sich einen von sechs verschiedenen Avataren aussuchen, drei weibliche und drei männliche Charaktere stehen zur Auswahl. Der Roboter Mexii, Maskottchen und Namensgeber des Online-Adventures, steht den Spielern während der gesamten Spieldauer als antropomorpher, pädagogischer Begleiter mit Rat und Tat zur Seite. Ein Glossar zum Spiel, zu finden auf dieser Website unter „Wissen“, geht auf schwierige Begriffe aus dem Adventure ein.

Ein Mitmach-Bereich stellt eine Sammlung von Ideen zur Umsetzung und weiterführenden Links zu Bastelanleitungen oder Ausmalvorlagen bereit. Hier finden sich Vorschläge, wie im museums- oder medienpädagogischen Kontext mit dem Spiel gearbeitet werden kann. Die Ideensammlung richtet sich primär an Multiplikatoren und Fachkräfte aus den Bereichen Museum, Bibliothek, Kindergarten und Schule, sie soll aber auch Eltern, Großeltern und ältere Geschwister dazu anregen, nach Beendigung der virtuellen die reale Auseinandersetzung mit dem Thema Kindermedien zu suchen und die gemachten Erfahrungen zu vertiefen. Der Mitmach-Bereich findet sich ebenfalls auf dieser Website unter „Sammeln“.

Was passiert im Spiel?

Der Spielcharakter erwacht an einem Morgen in der Zukunft im Jahre 2301. Die Welt ist nicht so, wie wir sie kennen, vor allem nicht für die Kinder. Eine sich auf ihrem Höhepunkt von produktiver Leistung und Effizienz befindende Gesellschaft hat Spielzeuge und Kindermedien längst abgeschafft, um dem Nachwuchs Platz für die Fokussierung auf pure, der Gesellschaft dienende Lerninhalte zu schaffen. Nach einem ereignis- und erkenntnisreichen Vormittag begibt sich der Avatar auf eine Zeitreise in die Kinderzimmer der Vergangenheit. Das Ziel: Kindermedien aus verschiedenen Epochen des 20. Jahrhunderts sammeln. Hierzu stehen den Spielern vier Levels zur Verfügung, die je ein Kinderzimmer repräsentieren. Es gibt ein altes Zimmer aus den 1920er-/1930er-Jahren, eines aus der Zeit der 1940er-/1950er-Jahre und zwei modernere, aus den 1960er-/1970er-Jahren sowie aus den Jahren 1980 bis 2000. Diese Zeitspanne deckt sich mit der Datierung der meisten Exponate der Sammlung KinderMedienWelten.

Die Levels sind in beliebiger Reihenfolge spielbar, d. h. das Adventure ist nicht linear aufgebaut und passt sich den Benutzern in ihrem explorativen Verhalten an. Auch die Schwierigkeit steigt und sinkt je nach anfangs eingegebenem Alter. Für alle Fälle steht der schwebende Roboter und Spielbegleiter Mexii immer parat.

In den einzelnen Kinderzimmern sollen die Spieler dann Kindermedien und Spielzeuge sammeln. Dazu müssen sie die Gegenstände zum einen im Zimmer suchen. Zum anderen trifft der Spielcharakter in jedem Zimmer auf ein Kind aus der jeweiligen Zeit. In Mini-Spielen muss diesen Kindern dann bei einzelnen Aufgaben geholfen werden, um weitere Exponate zu erhalten. Die gesammelten Gegenstände werden am Ende des Adventures zurück in die Zukunft gebracht und dort für alle Kinder auf der Welt vervielfältigt. Dazu bedarf es jedoch zunächst einiger Informationen über die Kindermedien, z. B. über deren Funktionsweise, die in einem einfachen Multiple-Choice-Quiz abgefragt werden. Die Informationen können im Spiel erworben werden. Nach erfolgreichem Abschluss ist die scheinbar verlorene Zukunft gerettet.

Wer sind die Entwickler des Spiels?

Das Adventure ist eine Gemeinschaftsproduktion des Instituts für angewandte Kindermedienforschung (IfaK), der Agentur für Interaktions- und Webdesign Kastanie Eins (beide Stuttgart) und des Bibliotheksservice-Zentrums Baden-Württemberg (BSZ) in Konstanz. Die Entwicklung der Spielidee durch IfaK und Kastanie Eins, aufbauend auf der vom Institut betreuten Sammlung KinderMedienWelten, geschah auch in Zusammenarbeit mit der Zielgruppe selbst. Durch einen partizipativen Design-Workshop und eine Usability-Studie waren Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren mit ihren fantasievollen Ideen maßgeblich am Charakter- und Leveldesign, an der Spielgeschichte und dem Handling des Adventures beteiligt. Die anschließende technische Realisation geschah durch Kastanie Eins, die bereits Erfahrungen in anderen Projekten auf diesem Gebiet gesammelt hatten. Das BSZ in Konstanz stellt die Internetplattform sowie die Exponatsdaten für das Spiel zur Verfügung und kümmert sich um die technische Wartung der Website.

Gefördert wurde das gesamte Projekt durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der gemeinsamen Initiative „Ein Netz für Kinder“. Durch diese Initiative von Politik und Wirtschaft sollen qualitätsvolle und zielgruppengerechte Angebote für Kinder und deren Auffindbarkeit im Netz unterstützt und erhöht werden. Die Entwickler des Spiels möchten sich an dieser Stelle bei der Initiative für die Förderung bedanken.

An wen kann ich meine Fragen bezüglich des Spiels richten?

Bei Fragen rund um das Spiel oder zu den weiteren Angeboten des Instituts für angewandte Kindermedienforschung (IfaK), wenden Sie sich bitte direkt an das Institut: ifak@hdm-stuttgart.de. Ihre Ansprechpartner sind Prof. Dr. Richard Stang und Projektmitarbeiter Peter Marus.

Gefördert von:
Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in den Jahren 2012 bis 2014